Besonders in Zeiten des Wandels ist die Qualifikation von Mitarbeiter:innen ein entscheidender Faktor für den Erfolg von Unternehmen. Demografischer und ökologischer Wandel, Digitalisierung und Fachkräftemangel stellen die Personalführung von Unternehmen vor hohe Herausforderungen, für die insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nur begrenzte Kapazitäten und Ressourcen zur Verfügung stehen. Im Kontext des Strukturwandels müssen die Unternehmen neue Geschäftsmodelle entwickeln und durch eine strategische Personalplanung sicherstellen, dass ihnen die Fachkräftebasis dafür zur Verfügung steht. Verschiedene Instrumente zur Analyse von Qualifikationsbedarfen können dabei unterstützen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung mit Workshopcharakter stand der Austausch zwischen den Weiterbildungsverbünden (WBV). Die Veranstaltung hatte zum Ziel, Erfahrungen der WBV mit der Nutzung von Qualifikationsbedarfsanalysen auszutauschen und gemeinsam zu diskutieren, welche Methoden sich in der betrieblichen Bedarfsanalyse bei KMU besonders eignen. An dem Erfahrungs- und Wissensaustausch beteiligten sich insgesamt 53 Vertreter:innen aus den WBV und ein Vertreter des Transformationsnetzwerks Saarland. Es wurden alle Tools und Methoden der Bedarfsanalyse, die von Weiterbildungsverbünden bereits eingesetzt werden oder für diese von Interesse sind, zusammengetragen.

Verwendet wurden z. B. bei den WBV:

  • Individuell entwickelte Fragebögen
  • Individuell entwickelte online-Umfragen (z.B. durch Nutzung von Tools von Survey Monkey)
  • Interviews mit selbst entwickelten Fragen
  • INQA-Check
  • Analyse durch Einsatz der Software Maxqda
  • Produkte von SAP
  • PYTHIA
  • Integrale Landkarte mit digitalem Check-up
  • Ist-Soll-Abgleich
  • Tools mit gamification Ansätzen (selbst entwickelte)
  • QM-Checks
  • Business-Model-Canvas

Tools von Interesse:

  • INQA-Check
  • PYTHIA
  • SIBYL
  • Kompetenznavigator

In drei parallelen Workshops tauschten sich die Teilnehmer:innen zu ihren individuellen Erfahrungen aus und benannten Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für den Einsatz dieser Tools.

Die Kenntnisse der WBV sind vielfältig. Neben kostenfreien und käuflich erwerblichen Tools werden auch auf eigene Bedürfnisse angepasste Tools entwickelt und eingesetzt. Kostenfreie Tools bereiten oft Schwierigkeiten bezüglich ihrer technischen Anforderungen und ihrer Benutzerfreundlichkeit. Hier wünschen sich die WBV Schulungen mit Datenmaterial, das der Situation in KMU entspricht.  Der Einsatz von Interviews mit individuellen standardisierten Fragen ist für mehrere WBV eine unkomplizierte Möglichkeit der Bedarfsanalyse.

Alle WBV machen die Erfahrung, dass der Zugang zu KMU schwierig ist. Nur wenig KMU sind darüber hinaus bereits für die Notwendigkeit einer strategischen Personalplanung sensibilisiert. Das universelle Thema Transformation überfordert viele KMU auch aufgrund der geringen Infrastruktur und geringer finanzieller Ressourcen. Um die Umsetzbarkeit von Weiterbildung zu gewährleisten, müssen konkrete individuelle Zukunftsvisionen der KMU erarbeitet werden und ein Bewusstsein für die Notwendigkeit einer strukturierten prozesshaften Umsetzung geschaffen werden. Der Mehrwert von Bildung und Weiterbildung kann dann als sinnvolle Investition betrachtet werden.

Institut für Forschung, Training und Projekte (IFTP)

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